Vom Anfang an . .

 

Wir spielten schon länger mit dem Gedanken ein eigenes Haus zu erwerben.

Über Monate hinweg beobachtete meine Frau Christine deshalb Angebote im Internet.

Aber nie war ein Objekt dabei, von dem wir gesagt hätten: „Ja, das ist es.“

 

Im Frühjahr 2007 war es dann soweit.

Angeboten wurde ein freistehender Bungalow ( Bj. 1956 ) hier im selben Ort.

Voll unterkellert, Walmdach, Car-Port, Garage, Wintergarten, Terrasse, ein bischen Garten vorm und viel Garten hinterm Haus. Der Kaufpreis war für uns auch ok.

Diesesmal sagten wir: „Ja, das ist es ! „

 

 

Der Kontakt mit dem Verkäufer wurde hergestellt und der erste Besichtigungstermin stand schnell fest.

 

 

Der junge Mann der uns die Tür öffnette, war ein Verwandter des Eigentümers. In dessen Auftrag sollte er dieses Haus verkaufen. Der Eigentümer selbst lag zu diesem Zeitpunkt im Krankenhaus und konnte den Verkauf nicht mehr selbst durch führen.

Besagter junger Mann zeigte uns die Räumlichkeiten und gab zu den von uns gestellten Fragen bereitwillig Auskunft.

 

Dadurch dass das Haus 1956 gebaut worden war, sahen wir uns die Elektroinstallation etwas genauer an.

So wie es von den Schaltern, Steckdosen und dem Sicherungskasten her aussah, musste die Elektroinstallation auf einen moderneren Stand gebracht werden und der Vielzahl unserer elektrischen Geräte angepasst werden.

 

Die Fenster waren noch mit Holzrahmen und einfachverglast ( Erstverglasung 1956 ? ). Auch hier müsste investiert werden. Sowie im Fussboden, in der Haustüre und dem Garagentor ( dessen Öffnungsweite noch der Breite der Autos von 1956 entsprach ).

Das Dach und die Ölheizung waren erst vor ein paar Jahren erneuert worden.

 

 

 

Der Verkauf sollte wie folgt ablaufen: Jeder Interessent gibt zu einem bestimmten Zeitpunkt ein schriftliches Gebot ab. Der Verkäufer sichtet die Gebote und die Interessenten, die nicht das Höchstgebot abgeben, bekommen die Chance ihr Gebot innerhalb einer Woche zu erhöhen. Sollte der nach der ersten Gebotsabgabe Höchstbietende überboten werden, bekäme er auch noch die Chance sein Gebot zu erhöhen.

Der oder diejenigen, die am Ende das höchste Gebot abgegeben haben sollen den Zuschlag fürs Haus erhalten.

 

 

 

Wir überflogen unser nicht vorhandenes Kapital und rechneten uns aus, was wir zum Kauf und der notwendigen Sanierung noch durch eine Bank / Sparkasse finanzieren müssten.

Das Ergebniss: finanziell sollte es zum Kauf und der Sanierung reichen.

 

 

Was folgte waren Gespräche mit Banken bzw. Sparkassen und ein zweiter Besichtigungstermin im Haus.

Zu diesem zweiten Besichtigungstermin haben wir unsere Freundin Nicole mitgenommen.

Nicole hat einige Jahre lang für ein grosses Finanzunternehmen Immobilien verkauft und kennt sich daher mit Immobilien und worauf man beim Kauf achten sollte doch gut aus.

Ihre Meinung zum Haus, Grundstück und dem Kaufpreis festigte nochmals unser Vorhaben, diese Immobilie zu erwerben.

 

 

Also gaben wir zum besagtem Zeitpunkt unser schriftliches Gebot ab.

Nach etwa zwei Wochen haben wir dann vom Verkäufer erfahren, dass wir zu diesem Zeitpunkt die Höchstbietenden waren.

 

Eine Zeit des Wartens begann. Die anderen Bieter konnten jetzt eine Woche lang überlegen und evtl. nachbieten.

Nach nochmals ca. zwei Wochen bekamen wir die Nachricht, dass wir immer noch die Höchstbietenden waren und niemand einen höheren Kaufpreis geboten hatte. Weiterhin erfuhren wir auch, dass der Eigentümer des Hauses im Krankenhaus verstorben war und sich nun der Verkauf wegen Klärung des Erbes erstmal verzögern werden würde.

 

Die Erbengemeinschaft bestand aus vier Verwandten des Verstorbenen. Da diese weiter entfernt wohnten und das Haus selbst nicht nutzen wollten, wurden die Verkaufverhandlungen mit uns wieder aufgenommen.

 

Damit die Erbengemeinschaft das Haus verkaufen konnte, musste von den Erben der Erbschein beantragt werden.

Die Anträge waren wohl schnell gestellt, aber dadurch das mittlerweile Sommer 2007 und demzufolge die Sommerferien begannen, zögerte sich das Ausstellen des Erbscheines heraus.

 

Dann wurde festgestellt, dass es noch eine uneheliche Tochter gibt. „Oh-Gott“ dachten wir. Nun verzögert es sich nochmals. Aber gefehlt. Diese Tochter hatte wohl vor Jahren eine finanzielle Abfindung anstatt eines späteren Erbes erhalten. Somit ging der Verkauf dann doch noch weiter.

 

Da meine Frau und ich nicht verheiratet sind und daher im eigentlichen Sinne Lebensgefährten ( von Lebensgefahr ) sind, wären wir im Normallfall nicht gegenseitig erbberechtigt. Dieses haben wir notariell über einen sogenannten Erbvertrag geregelt.

 

Über unsere Bank haben wir die uns zum Kauf noch fehlenden Geldsumme aufgenommen. Leider entstand zu diesem Zeitpunkt in den USA die Immobilienkrise und weltweit stiegen die Darlehenszinsen. Dadurch wird das Ganze nun ein klein wenig teurer, aber das klappt schon.

 

Über das Notariat Dr. Naumann / Dr. Lepper ( vom Erbvertrag ) haben wir dann auch den Vertrag zum Immobilienkauf getätigt. Eine Schlüsselübergabe konnte nach der Unterschrift zum Hauskauf aus versicherungstechnischen Gründen noch nicht erfolgen. Dieses geschah dann nach der Kaufpreiszahlung und dem Grundbucheintrag am 23.09.2007.

 

Und schon konnten die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten beginnen.

 

 

Im Vorfeld hatten wir uns informiert welche Firmen Fenster, Türen, Garagentore anbietet und wie die Preislage hiefür ist. Hier hatten wir uns für die Schreinerei Busch hier im Ort (http://www.k-50558.firmenimnetz.de ) entschieden.

 

Weiterhin waren wir auf Fliesen- und Tapetensuche. Diese Suche ware doch schon etwas zeitintensiver.  Für Fenster, Türen, Garagentore gab es hier im Umkreis doch schon einige Anbieter. Diese wurden schnellstens aufgesucht und wir holten uns detailiertere Informationen. Das selbe mit den Baumärkten hier im Umkreis. Einen Baumarkt haben wir hier im Ort selbst ( 20% auf alles, ausser Tiernahrung ;-)  ). Die anderen Baumärkte lagen doch recht weit auseinander. Die Baumärkte wurden fast zu unserer zweiten Heimat.

 

Die passenden Fliesen fanden wir dann im Baumarkt mit dem Biber. Zu unserem Glück waren die Fliesen und Sockel die uns am besten gefielen, grade im Angebot. Also den Bedarf ausgerechnet und bestellt.

Unsere Wunschtapeten haben wir u.a. dann über das große Internetauktionshaus erstanden.

 

Unsere Einbauküche war gegen Ende September 2007 gerade mal ¾ Jahr alt. Also mit dem neuen Küchengrundriss hin zum Küchenhersteller DASSBACH (http://www.dassbach-kuechen.de ) und zusammen die Erweiterung / Ergänzung des Küchenmobiliars geplant. 

 

Nachdem das Haus von der Erbengemeinschaft geräumt worden war, konnten wir mit den ersten Arbeiten beginnen.

 

 

 

Beim Abziehen der alten Tapeten kam dann die grosse Überraschung. Der Putz kam an den meisten Wänden mit runter. „Ok“ dachten wir. Wer weiß wofür das gut ist. Besser jetzt als später. Gut war auch der Christian ( Chrissi ). Er hat das mit dem neuen Putz und auch viele anderen Sachen hervorragend hinbekommen.

 

Etwas Glück hatten wir aber auch. Die Elektroinstallation war doch schon in den meisten Räumen überarbeitet worden. Dieses konnte man vorher schlecht erkennen. Nun wo die Lampen vom Vorbesitzer weg waren und die Kabel aus der Decke und den Wänden heraus hingen, konnte man es besser sehen.

 

Die Firma pcelektro (  http://www.pcelektro.de )  konnte dann aufgrund der schon im Mauerwerk verlegten Leerrohre die fehlenden „Strippen“ ergänzen. Weiterhin wurde die Absicherung über den Sicherungskasten erneuert. Anstatt wie vorher nur ein großer Stromkreis, sind jetzt mehrere Stromkreise im Haus vorhanden. Jetzt fliegt uns beim Einschalten des Druckers wenigstens nicht mehr die Sicherung raus. Hinzugekommen sind dann auch noch einige Steckdosen. Aus heutiger Sicht würde ich überall noch mind. eine Steckdose mehr installieren lassen.

 

Die Elektriker hatten ihre Arbeit innerhalb von ein paar Tagen erledigt. Die Fenster, die Haustüre und das Garagentor waren auch termingerecht fertig und wurden innerhalb von vier Tagen eingebaut. Somit konnte Ralf mit dem Verlegen der Bodenfliesen beginnen.

 

 

 

Die alte Wohnung, in der wir zur Miete wohnten, musste ja auch wieder weg. Also Kontakt aufgenommen mit der Hausverwaltung und die Wohnung zum 31.12.2007 fristgerecht gekündigt.

Zum Glück war die Mietwohnung unrenoviert zu übergeben. Denn Arbeit hatten wir ja im neuen Haus schon genug.

 

Die Wohnung stand auch sehr schnell in der Zeitung und auch sehr schnell fanden sich Interessenten. Mit der Hausverwaltung hatten wir „Besichtigung nur nach Termin“ vereinbart. Dennoch standen Leute unangemeldet vor der Türe. Das war zwar ärgerlich aber nicht unser Problem.

 

Die Interessentin die sich die Mietwohnung als erste angesehen hatte wurde unsere Nachmieterin. Nach der ersten Besichtigung unterschrieb sie sofort den Mietvertrag.

 

 

So wie im neuen Haus die Räume fertig wurden, wurden nach und nach unser Inventar herrübergeholt. Der Keller im neuen Haus war schon ausgebaut und somit konnten wir diesen und auch den Dachspeicher als Zwischendepot für Kisten und sonstiges verwenden.

 

 

 

Am 23.11.2007 war es dann soweit.

Im neuen Haus war die Küche aufgebaut und das Schlafzimmer eingerichtet. Das Badezimmer hatten wir noch so wie es war belassen. Somit konnte unsere erste Nacht im neuen Haus erfolgen.

Es war total ungewohnt. Durch die sehr gute Isolierung der Fenster war es im Haus sehr ruhig und man hörte Geräusche die man aus der alten Mietwohnung her nicht kannte. Dennoch war es ein angenehmes Gefühl, so die erste Nacht im eigenen Haus zu verbringen. Offiziell umgemeldet haben wir uns dann am 01.12.2007.

 

 

 

Als Termin für die Rückgabe der Mietwohnung war von uns der 10.12.2007 um 16.10 Uhr vorgeschlagen worden.

Wir und die Nachmieterin waren pünktlich anwesend. Der Hausverwalter kam aber erst gegen 16.30 Uhr.

Die Nachmieterin meinte dann, das es für die Übergabe nun zu spät bzw. zu dunkel sei ( Lampen waren ja von uns auch entfernt worden ). Sie könne die Wohnung nun nicht mehr auf Mängel kontrollieren und hätte gerne einen anderen von der Uhrzeit her früheren Termin. Aus beruflichen Gründen war dieses von unserer Seite her aber vor 16.00 nicht möglich. Dieses versuchten wir ihr dann auch klar zu machen.

Also heute am 10.12.2007 oder aber erst fristgerecht zum 31.12.2007. Sie könne ja auch im Schein einer von mir besorgten Taschenlampe alles in Ruhe kontrollieren.

Ihr grösstes Problem bestand darin, das sie schon für den nächsten Tag die Handwerker ( Anstreicher / Tapezierer ) geordert hatte. Also ging die Wohnungsrückgabe nun auch im Schein einer Taschenlampe.  Eine Last weniger.

 

 

 

Die gröbsten Arbeiten mit dem meisten Schmutz und Staub scheinen nun hinter uns zu liegen.

Vor uns liegen noch eine Menge kleinerer Arbeiten. Die Gartenarbeit, die noch hinzu kommt nicht zu vergessen.

Aber das machen wir ja nun alles für uns !!

 

 

 

Zum guten Schluss:

 

Ganz herzlich möchten wir uns auch bei Peter, Charly, Diana, Carlos, Nicole, Christian ( Chrissi ), Ralf, Frau Krause und meinem Vater Helmut bedanken. Weiterhin bei allen, die uns ihre Hilfe angeboten hatten.

Ohne Eure / Ihre tolle Hilfe und geopferter Freizeit hätten wir das ganze nicht so gut und vor allem so zeitig hinbekommen.

 

 

-                     Peter mit seiner Erfahrung am Bau und seinem unermüdlichem Einsatz bei allen

angefallenen Arbeiten.  ( NEIN !! Die Wand bleibt drin. Es werden keine Wände heraus gerissen.  ;-) 

 

-        Charly mit ihrer Erfahrung und ihrem unermüdlichem Einsatz im Tapete abreißen, im Putzen, im Möbel & Kartons schleppen, u.v.m.  .

 

-        Diana mit ihrem unermüdlichen Einsatz im Tapete abreißen, im Putzen und im Möbel & Kartons einpacken & Kartons schleppen. Schließlich noch im Nähen unserer Übergardinen.

 

-        Carlos mit seinem unermüdlichen Einsatz im Tapeten von der Decke abreißen & schwere Möbel schleppen.

 

-        Nicole mit ihrer Erfahrung und Hilfe als Maklerin.

 

-        Chrissi mit seiner Erfahrung und der Arbeit beim Verputzen, Anstreichen,  schwere Möbel schleppen, Küche aufbauen und vielen anderen handwerklichen Aufgaben.

 

-        Ralf mit seiner Erfahrung und der Arbeit im Verlegen von Fliesen und der tollen Gestaltung der Fensterbänke.

 

-        Vater Helmut mit seiner Erfahrung und Hilfe bei der Gartenarbeit und dem Beköstigen von hungrigen Handwerkern.

 

-        Frau Krause bei der Entbehrung ihres Spinnenentferners ( Industriestaubsaugers ) und des tollen Baustrahlers.

 

 

 

Sollte ich jemanden oder etwas vergessen habe, bitte nicht böse sein. Sobald mir / uns noch etwas einfällt, wird das hier ergänzt oder berichtigt.

 

 

 

Ich persönlich möchte mich nochmals bei Peter, Charly und bei meiner Frau Christine bedanken, das sie geduldig meine Baustress bedingten Launen ertragen haben.